Neustart für Niki und Simon

Heute starte ich eine neue Geschichte.
Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass es eine Geschichte mit Beccy Charlatan zusammen ist.
Auch kennt er den Anfang schon.
Ich werde hier nur die Sicht von meiner Protagonistin Niki (Dominique) wiedergeben.
Wenn ihr etwas von Simon wissen oder lesen wollt, müsst ihr auf Instagram bei Beccy vorbeischauen.

Als unser Auto hält, kommt mir die Zeilen ›The Show Must Go On‹ in den Kopf, den nichts anderes ist es doch gerade. Eine Show für die Menschen, die jetzt heimlich aus dem Fenster sehen, um neugierig irgendetwas interpretieren. Und das vermutlich auch noch vollkommen falsch. Auch ja, für meine Eltern ist das ebenfalls ein Showlauf, ›seht her, was wir teures haben‹. Aber in Wirklichkeit ist nichts wirklich teuer. Wir sind so oft schon umgezogen, dass wir und ständig etwas Neues kaufen, weil keines davon einen zweiten Umzug übersteht.

Seufzend steige ich aus und schalte auf meinem Handy Musik an. Wie treffend das erste Lied ›Play the Game‹ ebenfalls von Queen. Schnell stecke ich es in die Halterung an meinem Armband.

Aus dem Transporter nehme ich eine Kiste, mit der ich nach oben gehe, in unser neues Domizil. Wie lange wohl dieses Mal?

»Hey Niki«, sagt mein Vater hinter mir. »Und wie gefällt es dir?«

»Es sind vier Wände, ein Boden und eine Decke.« Ich drehe mich um. »Was ist daran anders?«

Er geht sich durch sein dunkles Haar, was schon ein paar Geheimratsecken aufweist. Plötzlich strahlt er mich an. »Sie haben einen Pferdestall hier, du kannst bestimmt da auch reiten.«

Ja, es erhellt meine Laune etwas, das Problem ist nur, dass es zu meist eine Feste Reitgruppe gibt und man dort selten da hineinkommt. Anstrengen brauche ich mich auch nicht, da wir ja nicht lange hier sein werden.

»Wann muss ich zu der neuen Schule?«

»Oh, ich glaube, die haben gerade Ferien, aber da weiß deine Mutter etwas mehr.«

Wie aufs Stichwort höre ich meine Mutter sagen: »Vorsicht, die ist antik!«

»Ja, gute Frau«, meint einen der Möbelpacker.

»Astrid, gut, dass du gerade kommst«, sagt mein Vater, »Niki will wissen, wann sie die neue Schule besuchen kann.«

Na her, wann ich den Scheiß ›wo kommst du her‹ Mist, hinter mir habe.

Meine Mutter kommt zu uns und holt ihr Handy heraus. »Morgen um zwölf haben wir einen Termin in unserer neuen Schule …«

»Echt jetzt, Mama?«

»Was den?«

»Verdammt, ich will nicht an derselben Schule sein wie du, das ist immer ober peinlich und dazu kommt, ›ja klar, dass du gute Noten hast, deine Mutter spioniert‹.«

»Niki, du weißt …«

»Ne komm, lass stecken, bin nur ich wieder, die unter euren Vagabunden leben leiden muss.«

Mein Vater seufzt. »Niki, wir versprechen dir, wir bleiben jetzt hier.«

»TOLL!«, fauche ich. »Und was ist, wenn es mir mal nicht gefällt? Warum konnte ich nicht bei Jonny bleiben?«

»Dein Bruder macht eine Ausbildung …«

»Bla bla, aber er durfte zu Oma und ich muss mit, wisst ihr eigentlich, wie scheiße das immer für mich ist.«

»Dominique!«, sagen tadelnd meine Eltern.

»SCHEIßE!«, brülle ich ihnen entgegen. »ES IST SCHEIßE!«

»Dominique«, zischt jetzt warnend meine Mutter. »Du benimmst dich jetzt.«

»Weiß die Pädagogin nicht mehr, wie sie sich wehren soll?«

»Der Arzt sagt dir«, knurrt mein Vater, »Du gehst jetzt raus und beruhigst dich!«

Ich folge dem Rat. »Es ist trotzdem scheiße«, fauche ich und fange an zu laufen.


Nächste Woche geht es weiter

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