Maila 56

Die Blätter verraten, dass Alisa sich von mir wegbewegt. Ich kann nicht mehr tun, das weiß ich und doch nervt es mich gerade sehr, dass sie sich nicht helfen lassen will, oder besser gesagt, verstehen will, dass wir eben anders sind. Ich wende mich in die Richtung des Flusses, wo Uras gerade unsere Getreuen ruft. Es schmerzt mich. Er wird nie wirklich glücklich sein, nur, weil wir diese Verbindung haben und uns dafür entscheiden haben.
»So lang ihr glücklich seid, hat er damit keine Probleme«, höre ich hinter mir von Andrew.
»Was meinst du?«
»Hoheit, ich bin jung, aber nicht dumm oder blind.«
Mein Blick geht über die Schulter. »Aber ich anscheinend.«
Er schüttelt seine blonden Haare. »Sie haben dieses Opfer nie verlangt, es war seine Entscheidung, genauso wie das mit Alisa. Er kennt die Konsequenzen.«
»Aber ein Opfer, bleibt ein Opfer.«
»Hoheit, nichts für ungut, aber es ist trotzdem nicht euer Befehl gewesen. Es ist ein Unterschied.«
»Er wird immer alleine sein.«
»Nein, er hat euch, eine Familie, für die er sterben würde.«
Auch, wenn ich lächle, weiß ich, dass dieses Gefühl, dass es meine Schuld ist, mich noch sehr lang an mir nagen wird. Mir ist klar, wenn ich meine Wache frage, ob ihm das reicht, er Ja sagen wird. Aber wie lange. Was ist, wenn ich den meinigen finde? Was ist, wenn wir zurückkehren? Reicht ihm das dann immer noch? Ich blicke zu den Bäumen. Sie mag ihn, vielleicht ist sie des Rätsels Lösung.

Hier geht weiter mit Maila.

Wollt ihr wissen, wie alles kam, dann könnt ihr es hier lesen.

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