Quinn 61

Groß klein, in der ferne sehen, Dieb, Weinen, Klimmzüge, Versprechen,

»Erzähl mal«, sagt meine Schwester.
Levi lehnt sich am Auto an und wartet auf mich. »Geht jetzt nicht«, sage ich zu ihr.
»Ah verstehe, aber mich würde schon interessieren, bei dem Unterschied wie ihr zusammen gefunden habt.«
»Hineingestohlen?«
»Und wie geht es weiter?«
»Ich kann nicht in die Ferne sehen.« Nur eines weiß ich zumindest jetzt schon, ich werde jetzt längst sagen, ich werde oft weinen. Wut und Verzweiflung liegen nah zusammen. Und Levi hat es ja geschafft, beides hervorzulocken.
Ich höre sie seufzen. »In Ordnung, aber Quinn, ich sag dir eines, du bist stark, du hebst den aus, setzt sich durch.«
Ich lache auf. »Das werde ich, das verspreche ich dir.«
Levi runzelt seine Stirn.
»Also«, meine ich zu ihr, »wenn ich etwas Luft habe, werde ich dich wieder anrufen.«
»Mach das und ich gehe der Meute aus dem Weg. Und das nächste Mal bitte nicht so jemanden.«
»Habe ich ja nicht provoziert.«
»Bist ja nicht Karoline. Wie kommt sie damit eigentlich klar, dass du so einen Datest, den sie haben will?«
»Sagen wir so, so schnell wirst du sie vermutlich nicht wieder sehen.« In dem Moment wird mir übel, was ist, wenn sie an die Presse geht und in ihrer Wut mit Lügen vermischt. »Ich muss Schluss machen, wir hören uns.« Ohne auf sie zu achten, lege ich auf.
»Was ist passiert?«, will Levi wissen und klingt dabei, wie ein verstimmter brumm Bär.
»Karo …« Ich habe Angst, wie er reagieren wird.
»Was ist mit ihr?«
»Sie stellt dumme Sachen an, wenn sie wütend ist!«
»Ist das dein einziges Problem?«
»Ja, weil ich kein Bock habe, dass sie herum lügt. Und das kann peinlich werden, auch für dich.«

Der nächste Teil von Quinn gibt es hier.
Wollt ihr es von Anfang lesen, dann startet hier

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