Viktoria 57

Ich schüttele mich, dies sind Informationen, die kein Kind von ihren Eltern haben will. Auch wenn meine Eltern versuchen sich ihr lachen zu verkneifen, finde ich das gar nicht witzig.
»Als wenn du sein Blut noch nie getrunken hast«, zieht mich meine Mutter auf.
»Wir sind Vampire«, grummel ich.
»Wie auch immer«, sagt sie, »mich würde eher interessieren, wie du an das Werwolf-Gen gekommen bist.«
»Gestern hatte ich es noch nicht in mir, sonst hätte Liam es geschmeckt.« Ich seufze. »Aber da ….« In diesem Moment wird mir klar wie.
»Was aber?«, hinterfragt mein Vater.
»Sie haben einen Traumwanderer, was, wenn sie uns das verabreicht haben, also im Schlaf, um uns zu schwächen?«
»Warum Traumwanderer?«, fragt meine Mutter verwirrt.
Ich ziehe den Stoff von meiner Schulter und zeige die Krallenspur, die nur noch leicht zu sehen ist. »Sie wollen dich.« Ich wende mich an meinen Vater.
Meine Eltern wechseln einen Blick aus. »Warum also.«
»Warum was?«, will ich wissen.
»Sie haben euch das Blut geteilt, falls einer von den Urvätern stirbt.«
»Toll, was bringt es, wenn ihr stirbt, haben Nikolas und ich auch nichts mehr.«
»Ihr seid immer noch Engel«, sagt sie im sanften Ton, aber dass sie bald zu weinen anfängt, höre ich heraus.
»Ihr beiden habt die stärksten Mächte in euch, damit rechnen unsere Feinde nicht. Du hast recht, du bist normal nicht schwach, aber gerade eben schon. Dein Körper macht eine Transformation durch, solang wirst du mich nicht davon abbringen, mit einem Schwert vor dir zu stehen.« Er sitzt da, mit gerecktem Kinn und seinem Brustkorb erhoben. Hoffentlich hat er recht.

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen

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