Quinn 62

Lächeln, ertasten, langer Schatten, Blutfleck, Begraben, leiter

Er lächelt, es wirkt gezwungen. »Sonst nicht?«
»Nein, warum?«, frage ich verwirrt.
»Schluss machen?«
»Ja auflegen und so …« Meine Leiter ist heute gewaltig. »Idiot, nur das du es weißt.«
»Ich … es tut mir leid.«
Ich verschränke meine Arme. »Tut es das?«
»Begrabe mich, aber verstehst du nicht, dass ich oder wir schon so viel erlebt haben.« Seine Hand legt er auf meine Schultern und ertastet sich seinen Weg zu meiner Hand. »Quinn«, flüstert er, »du bist nicht sturer als ich.«
»Nach all dem vertraust du mir immer noch nicht?«, gebe ich verletzt von mir. Da was sag ich, ich bin verzweifelt und fange an zu weinen.
»Es tut mir leid.«
»Du hättest vorhin nicht fragen sollen, wie ich zu dir stehe, sondern wie du mir stehst.« Ich mache einen Schritt zurück.
»Ich habe mich auf dich eingelassen, du gehörst zu uns, wie kannst du denken, dass ich es nicht ernst meine.«
»Weil du mir nicht vertraust!«
»Ich habe Angst, Quinn.« Seine Stimme fängt an zu zittern und er wischt sich über sein Gesicht. »Du bist nicht im Bilde darüber, wie es ist, ein Evens zu sein. Deine Freundin ist noch harmlos zu dem, was uns schon widerfahren ist.«
Er wirkt gerade sehr alt, seine Stirnfalten ziehen lange Schatten. Ich seufze. »Du hast angefangen, Levi, nicht ich. Genauso wie ich mich klar zu dir gestellt habe. Und doch bist du hier und vertraust mir nach all dem immer noch nicht.«
Es verletzt mich mehr, als wenn ich irgendwo eine offene Wunde hätte, die noch blutet.

Der nächste Teil von Quinn gibt es hier.
Wollt ihr es von Anfang lesen, dann startet hier

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