Thes 49

»Ich muss noch einkaufen«, sage ich gähnend. Es ist anstrengend, auch, wenn ich nicht viel tun darf. Gerade liege ich vor ihm, seine Finger streifen von meinem Oberschenkel zu meinem Oberarme und zurück.
»Ich will das Bett nicht verlassen«, sagt er und küsst meine Schulter.
»Also verhungerst du lieber?«, ziehe ich ihn auf.
»So ein Blödsinn, ich ernähre mich von dir.« Zum Beweis beißt er in die Schulter.
Lachend drehe ich mich auf den Rücken. »Umso schneller wir einkaufen, desto schneller können wir weiter machen.«
»Harter Verhandlungen mag ich und deine Argumente sind gewiss unschlagbar.« Seine Lippen streifen über meine. »Okay«, sagt er dann resigniert, »lass mich deine Wunden sehen und dann können wir zügig etwas in Tüten werfen und noch schneller hier her.«
»Da ist aber viel schnell drin.«
Er nickt und gibt mir einen Kuss. »Danach bitte wieder alles gediegen, bis Montag früh.«
»Als wenn du es langsam angehst.«
»Du weißt gar nicht, wie …« Seine Lippen berühren meine, verleitet zu einem Zungenspiel und gleitet mit der Hand zwischen den Beinen. Das Einkaufen und der Hunger werden wie auf Knopfdruck nach hinten geschoben. Noch nie hatte ich jemanden, der so unersättlich ist wie er. Vermutlich liegen schon mehr Kondome in meinem Abfall, als noch in meinem Schrank befinden. Diese wäre doch auch ein gutes Lockmittel, sonst kommen wir nie hier raus. Zugegeben, ich will mich nicht beschweren, was er mit mir macht, ist für mich mega. Vielleicht ist mein verliebtes Gehirn auch nur so voller Glückshormone, dass ich gerade alles ihn strahlenden Farben sehe.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: