Maila 59

Alisa stellt sich gar nicht so dumm an, wie Uras gedacht hat. Schon nach ein paar Minuten, rasen die beide den Fluss entlang. Ich sehe ihnen sehnsüchtig hinterher.
»Hoheit?«, fragt Andrew.
»Alles in mir schreit ihnen zu folgen, das Wasser auf meiner Flosse zu spüren und nach Hause zu gehen.« Ich drehe mich zu ihm. »Es zerreißt mich gerade mehr, als dass ich je gedacht habe.«
»Es sind nur ein paar Tage.«
»Tief in mir, weiß ich, dass ich das Meer, meine Heimat und mein Volk nie wieder sehen werde.«
»Nein, wir finden einen Weg.«
»Das werden wir.« Ich schließe meine Lider. »Der Drache wird besiegt, aber ich werde nie wieder nach Hause kommen.«
»Doch.« Er nimmt meine Hand. »Und Loreley und ich werden euch begleiten.«
Ich lege meine Stirn auf seine. »Wo ist der kleine Junge nur hin, der mir das Leben gerettet hat.«
»Er ist durch euch erwachsen geworden.« Seine Arme legen sich um mich. »Für mich sind Sie mehr, als nur eine Königin.«
»Andrew?«
»Nein, nicht wie Sie denken«, seine Stimme wimmert und seine Lippert zittert. »Als wenn Sie meine Mutter wären.«
»Dann hör endlich auf, mich zu siezen«, schniefe ich und drücke ihn an mich. Das ist das Schönste, was er je zu mir sagen konnte. Ich weiß von Loreley, dass seine richtige Mutter ihn schon mit einem Jahr einfach verkauft hat, dass er für aber so viel empfindet, ist ein überwältigendes Geschenk. »Ich hab dich lieb, mein Kleiner.«

Hier geht weiter mit Maila.
Wollt ihr wissen, wie alles kam, dann könnt ihr es hier lesen.

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