Thes 50

Ich hab es geschafft: Yeah, wir ziehen uns an. Es ist zwar jetzt schon weit nach Mittag und die Läden machen bald zu, aber was solls.
»Wer ist OO?«, will er wissen.
Mein Blick geht zu ihm, er steht vor meinem Kalender. Einmal im Monat besuche ich meine Omas. Es ist ja nicht so, dass ich mich dafür schäme, aber bin nicht gewillt, ihn noch weiter in meinem Privatleben herumschnüffeln zu lassen. Vorerst will ich ihn auf Abstand halten. Ich werde weinen, das ist gewiss wie ein Amen in der Kirche, aber ich werde nicht, meine Großeltern da mit hineinziehen. »Ist egal, komm sonst ist alles weg.«
»Warum schreibst du das ein?«
»Weil ich es schon mal vergessen habe und ich es versprochen habe.« Was nur etwas geschwindelt ist. Ich verspreche es jedes Mal, doch noch nie habe ich es vergessen.
»Und das willst du wahrnehmen?«
»Thomas, was soll das?«
»Ich dachte nur, na ja …«
Ich lache los und gebe ihm einen Kuss. »Es ist kein Sexdate.«
»Thes …«
»Komm jetzt bitte, wir brauchen auch was zu essen und ich seh nicht ein, Haufen Kohle in Lieferdienste zu stecken.« Ich zieh an seiner Hand. »Und wir brauchen auch noch anderen Nachschub.«
Er grinst breit, zieht mich zu sich und raunt mir zu: »Darüber musst du dir keine Gedanken machen.«
»Warum, willst du verzichten?«
»Ganz gewiss nicht.« Er greift in mein Genick und zieht mich an den Haaren nach hinten. Ich stöhne, dabei öffne ich meine Lippen. Ich mag es absolut, wenn er hart und begierlich ist. Für diesen Moment fühle ich mich wie eine Frau und begehrt. Sicherlich ist mir klar, dass ich es nicht bin, aber dieses Spiel mit dem Feuer ist so reizvoll.
Ich drücke mich etwas von ihm weg. »Es wird Zeit.«
»Du hast glück, das ich hunger habe.«
»Was wenn nicht?«
»Das wirst du nachher sehen.« Kurz drückt er mir noch mal die Lippen auf und dann können wir endlich gehen.

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