Viktoria 60

Liam kommt herein mit einem Tablett mit Tassen. Er sieht mich stolz an. Für ihn bin ich schon immer die geborene Anführerin gewesen. Ich hoffe, dass er recht hat und wir das hier auch schaffen. Er kommt zu mir und stellt das Tablett vor mir. »A, AB, 0, meines, sowie Jes und deines Vaters.«
»Na, bravo.«
Er reicht mir eine und hebt auch Nikolas eine hin. »Für dich gilt auch, testen.«
Nikolas verdreht die Augen. »Ich sag jetzt nicht …«
»Genau, sei leise und trink«, unterbreche ich ihn und nehme einen Schluck. Es ist warm, also von Jes. Mich schüttelt es. »Bäh.«
»Dein Vater schmeckt widerlich«, mosert Nikolas.
»Es ist das von Jes«, sagt schmunzelnd mein Liebster. Er reicht ihm die Nächste. Ich nehme, die genau daneben steht. Wieder ist es warm. Doch diesen Geruch würde ich unter hunderten erkennen. Liam. Zu schade, dass wie nichts schmeckt.
»Wer ist das jetzt wieder?«, fragt angewidert Nikolas.
»0«, antwortet Liam.
So geht es weiter bis wir nur noch die Tasse von meinem Vater da stehen haben. Liam atmet tief durch. »Uns gehen langsam die Optionen aus.«
»Schnauze Nikolas!«, unterbreche ich schon den Ansatz, der ersten Worte.
»Ich habe recht und das weißt du auch«, verteidigt er sich und verschränkt die Arme.
Leider muss ich ihm zustimmen. Entweder schmeckt es wie Erbrochenes oder nach nichts. Da hilft auch kein gutes zureden, dass es wenigstens uns am Leben erhält. »Dann lass es uns testen.«
Er versucht sich das schiefe Grinsen, Ala wusste ich es doch, zurückzuhalten und streckt mir sein Handgelenk hin.
Ich atme tief durch. ›Bitte‹, flehe ich.

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen

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