Viktoria 63

Sauber und mit verheilten Wunden stehe ich vor dem Spiegel. Ich fühle mich verändert, aber sehen tue ich nichts. Liam sitzt auf dem Badewannenrand und mustert mich, als wenn ich im nächsten Augenblick zusammenbrechen könnte. »Schau mich nicht so an.«
»Ich mache mir Sorgen, Viktoria. Was in den letzten Tagen alles passiert ist, war noch nie in den ganzen sechzehn Jahren geschehen und das zusammengenommen.«
»Ich weiß, es ist etwas viel und es wird auch nicht so schnell zu Ende sein. Wichtig ist gerade, dass wir bei Kräften sind, dass Nikolas und ich vor dem Traumwandler geschützt sind und dass wir einen Weg finden, nicht zu sterben.«
»Nicolas Mutter hat da schon eine Idee und ist vorhin weg.« Er reibt sich die Lider.
»Ich weiß, du vertraust ihnen nicht. Sie uns auch nicht. Aber Tatsache ist, wir müssen da zusammen durch.«
»Ja, nur dieses Gefühl, dass da etwas nicht stimmt, kann ich einfach nicht unterdrücken.«
Ich wende mich im zu und lehne mich ans Waschbecken. »Es stimmt doch von vorn bis hinten nichts mehr. Hallo, ich bin ein Engel und Vampir, plötzlich soll ich nur noch Engel sein. Und dann, als wenn man noch mehr auf den Kopf stellen will, habe ich zwei bekriegende Gene in mir. Ich habe noch nie von so etwas gehört. Zugegeben, von Hybriden, wie wir beide, habe ich davor auch noch nicht gehört. Aber Nikolas ist einer und das lässt sich nicht bestreiten.«
»Und Angelo.«
»Ich habe gerade die Nase voll, von da stimmt was nicht, glaube mir.« Ich gehe auf ihn zu und stelle mich zwischen seine Beine.

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen

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