Maila 64

Leise flüster ich den Zauber, ignoriere die Schreie des Magiers und reite los. Es beginnt zu regnen und wird immer stärker.
»Hoheit«, japst Andrew.
»Ich weiß.«
»Ich sehe nichts mehr«, ruft Loreley.
»Und es wird noch schlimmer«, sage ich zu mir selber. Tief in mir spüre ich es, dass dies nur der Anfang ist, es sind die Gegensätze, die aufeinandertreffen. Die Elemente und ihre Reaktion aufeinander. Ich weiß nicht, ob es der richtige Weg ist, aber jetzt muss ich es durchziehen. Ich brauche einen, der mir zur Seite steht, der mit mir gegen den Drachen kämpft. Alle anderen Optionen sind mir inzwischen ausgegangen. Ich wollte Magier, Drachenreiter und die Krieger, alle drei wurden mir ausgeredet und die Hoffnung, dass ein Drache, wo möglich auf mich reagiert, ist in mir geplatzt. Eine Meerjungfrau auf einem Drachen, davon habe ich noch nie etwas gehört.
Die Pferde schnauben vor Anstrengung inzwischen so laut, dass ich es im Sturm hören kann. »Lasst uns in den Schutz der Bäume reiten und zu Fuß weiter«, schreie ich über die Schultern zu den beiden anderen. Sie sind weit abgeschlagen, ich kann nur hoffen, dass sie mir einfach folgen, und lenke das Pferd zu dem Wald.
Als wir bei den Bäumen ankommen, ist der Sturm milder.
»Ich bin nass bis auf die Knochen«, mosert Loreley.
Andrew schnaubt. »Es ist nur Wasser.« Er bindet sein Pferd an. »Können wir schwimmen«, fragt er mich, »oder diese Wasserpferde benutzen, wie das letzte Mal.«
»Nein, das war nur ich, mein Element, meine Magie und mein Zauber, das hier, sind zwei Elemente, die gegeneinander agieren.«

Hier geht weiter mit Maila.
Wollt ihr wissen, wie alles kam, dann könnt ihr es hier lesen.

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