Maila 65

»Aber was können wir tun?«, frag Loreley und ihre Verzweiflung ist herauszuhören.
Mein Blick geht zum Sturm. »Du bleibst hier, machst ein Feuer, wenn wir weiter ziehen wird es hier milder, reib die Pferde ab und trockne dich.«
»Hoheit«, ruft sie aus. »Ich …«
»Jemand muss bei den Pferden bleiben«, mischt sich Andrew ein.
Sie sieht ihn böse an. »Und ich bin ja nur die schwache Frau!«
Ich schüttel den Kopf. »Loreley, es hat nicht mit Frau zu tun, aber sehr wohl damit, das Andrew stärker ist und wir brauchen die Pferde später.«
Sie blickt zur Seite aber, wie sie ihre Hände immer wieder ballt, entgeht mir nicht.
»Willst du die ganze Strecke laufen?«
»Du wirst krank«, sagt Andrew auf einmal. »Die macht die Kälte und das Wasser etwas aus, mir nicht mehr. Ich habe meinen Posten wegen dir verlassen, was wäre wenn sie angegriffen worden wäre?«
Ich runzel die Stirn. »Dir macht das nichts mehr aus?«
»Nein. Gegen den Wind anzukommen, ist für mich schlimm. Das Wasser ist mir egal, im Gegenteil …«
»Es ist wie ein Teil von dir«, beende ich den Satz.
Er bejaht es.
»Was?«, fragt Loreley.
»Er wird ein richtiger Meermensch, nicht verzaubert, wie Alisa.«
»Seit ich beschlossen habe, euch zu folgen, egal wohin«, berichtet er mir.
Wie konnte mir das nicht auffallen?
»Und was ist mit mir?«, will sie wissen und wimmert dabei schon leicht.
»Es ist deine Entscheidung«, sagt er in einen scharfen Ton.
»Loreley …«, versuche ich zu vermitteln, es bleibt ja noch der Zauber.
Aber sie wendet sich ab und geht.
»Nein, ich werde nicht hinterhergehen«, meint er sofort und sieht zu mir, »Wir sollten weiter.«

Hier geht weiter mit Maila.
Wollt ihr wissen, wie alles kam, dann könnt ihr es hier lesen.

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