Quinn 69

reinbeisen, Sheriffstern, toten kopf, Untoter, Ratte, Graben

Jendrik atmet tief durch und nickt. »Aber ich kaufe das Ticket.«
»Nein, Herr Gott Jendrik, genau das würde Levi wieder seine Vermutung bestätigen, dass ich nur euer Geld wollen würde.«
»Aber ….«
»Nein und damit bleibe ich dabei.«
Er seufzt. »Wohin willst du?«
»Zurück nach Deutschland.« Ich lehne mich zurück. »Ein Flieger geht nach Stuttgart in drei Stunden, den werde ich nehmen und dann werde ich mir Campingsachen kaufen und wandern gehen.«
»Wieso das?«
»Ich glaube, das brauche ich gerade. Du hast mich übrigens darauf gebracht.«
Seine Stirn bekommt Falten. »Ich?«
»Ja, ich habe mich an dein Indianerzelt erinnert und ich war schon lang nicht mehr wandern.«
»Okay muss ich dich dann begraben?«
»Warum das?«
»Na, du wirst da kaum was zum Beißen finden, und dann wirst du nur noch haut und Knochen sein. Nachts kommen die Ratten, nagen dein Skelett ab und du wirst als Untote wieder kommen.«
Ich muss lachen. »Du hast eine blühende Phantasie, das ist dir klar oder?«
»Nein, ganz und gar nicht.«
»Ich komm schon klar.« Ich zeichne einen Stern auf seiner Brust, wie bei einem Sheriffstern. »Immer wenn ich jemanden zum Reden brauche und Kummer habe, weiß ich, dass ich dich anrufen kann und du mich retten wirst.«
Er nickt und zieht mich in seine Arme. »Aber das geht nicht mehr.«
Ich erwidere die Umarmung. Das Auto hält und wir stiegen aus. Er bringt mich zum Schalter und dann zum Check in. »Nicht reingehen, ich muss schnell.«
»Okay.«
Kurz vor dem Einlass kommt er wieder. Schwer atmet er. »Boah, entschuldige die Schlange war riesig.«
»Ich muss rein.« Ich drücke ihn. »Hab dich lieb.«
»Wir sehen uns.« Es ist komisch, aber er lächelt. Nichts lässt daran erinnern, dass er fast geweint hätte.
Schnell gehe ich von ihm weg. Auch wenn er es nicht mehr tut, bin ich jetzt kurz davor.

Der nächste Teil von Quinn gibt es hier.
Wollt ihr es von Anfang lesen, dann startet hier

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