Viktoria 65

Als ich das Bad verlasse, höre ich schon die wütenden Schreie von unten. Ich blicke in die Küche, dort sitzen alle am Tisch. Wie sie ihn ignorieren können, verstehe ich nicht. Vollkommen gelassen sitzen sie da. Nikolas, bei Angelo und seinen Eltern. Meine und Jes sitzen gegenüber. »Kommst du?«, frage ich Nikolas.
»Ich glaube nicht, dass er mich sehen will.«
»Äh, denkst du, er will überhaupt jemanden sehen?«
»Auch wieder wahr.«
»Liam und ich sollten hinuntergehen«, meint Angelo. »Uns kennt er nicht.«
»Klar«, brumme ich. »Schickt doch gleich meinen und Nikolas Vater zu ihm.«
»War ja nur gut gemeint.«
Nikolas steht auf. »Es ist egal, wer von uns zu ihm geht. Er wird jeden angreifen, weil …« Er geht sich durch sein blondes Haar. »Ja ich bin schuld.«
»Dann mach ich es halt alleine.«
Stärker hallt seine Stimme zu mir hoch, als ich die Tür zum Keller aufmache. Gar nicht gut für mein Gehör. Stufe für Stufe wird er leiser und schweigt, als ich die Tür öffne.
»DU!«, faucht er sofort. Er ist auf der Liege fixiert und funkelt mich böse an.
»Jap ich.« Ich gehe zu ihm und löse die fesseln.
Sofort rutscht er auf die andere seit. Sein Blick geht zu der Tür.
»Ich würde es nicht versuchen, oben sitzt der Urvampir und der Urwerwolf, die sind schneller als ich.«
Seine Augen weiten sich.
»Ja, richtig gehört.« Ich lehne mich an die Wand. »Dazu vier Engel.«
»Dann ist die Legende wahr?«
»Nicht all den Blödsinn, den Sie von sich gegeben haben, aber ja dass schon.«
»Aber du hast nicht reagiert auf das Blut …« Er stockt und kneift seine Lider zu schlitzen zusammen. »Warum bin ich hier?«

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen

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