Maila 66

Ich sehe ihr hinterher. »Was ist, wenn sie die ist, die zu dir gehört?«
»Es ist egal, meine Pflicht …«
»Nein, Andrew, ist es nicht.« Ich wende mich zu ihm. »Die Loyalität hat Uras in die Einsamkeit geschickt, ich will nicht, dass dies auch dir passiert.«
»Und doch hat er Alisa jetzt.«
»Es ist ein Unterschied, Mögen und Liebe.«
Er zuckt mit den Schultern. »Und sie wird sich beruhigen, sie ist ein Mensch.«
»Ich wollte das nie«, flüstere ich.
Er sieht mich stirnrunzelnd an.
»Dass du … Sei bitte mehr menschlich.«
Er atmet tief durch. »Es geht nicht ums menschlich sein. Es tut mir weh, wie Loreley gerade gegangen ist und ich weiß, dass sie verletzt ist, aber gerade ist es wichtiger dich zu beschützen.«
Ich bin erleichtert. »Auf die paar Minuten kommt es nicht mehr an, geh ihr nach.«
Ich merke, wie er mit sich ringt. »Maila.«
»Ja?«
»Wartest du hier?«
Ich nicke.
»Deine Angst«, meint er zu mir, »ist unbegründet, ich bin im Herzen menschlich und auch wenn du andere Ansichten hast, bist du keine eiskalte Bestie. Du bist mein Vorbild, daher werde ich nie so ganz wie Uras sein.« Er grinst kurz. »Wie sagtest du vorhin, Uras ist Uras und ich bin ich.«
»Das stimmt, aber jetzt los.«
Er nickt und verschwindet zwischen den Bäumen. Bleibt nur zu hoffen, dass er wirklich so bleibt und seine Menschlichkeit beibehält. Ich reibe meine Arme. Die Fragen, die mir aber jetzt aufkommt, warum? Warum denke ich so über die Menschlichkeit nach? Warum denke ich, dass mein Volk kalt ist? Wenn sie es nicht sind, warum ist es mir wichtig, dass er seine behält?
Ich sehe hoch in den Himmel. Hat mich diese Ebene vielleicht auch verändert?

Hier geht weiter mit Maila.
Wollt ihr wissen, wie alles kam, dann könnt ihr es hier lesen.

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