Maila 67

Bevor ich mir wirklich darüber Gedanken machen kann, erblicke ich etwas ganz weit oben, es schimmert rötlich über den dunklen Wolken. »Was ist das?« Ich kann meine Lider so stark zusammenkneifen, wie ich will, ich erkenne es nicht.
Kurz geblinzelt schon ist es weg und der Sturm flacht ab. Die Wolken verziehen sich und der Blick geht in einen Sonnenuntergang. War es das, was ich gesehen habe? Die Sonne, sie sich verabschiedet? Mein Gefühl sagt nein, da ist mehr.
»Hoheit«, ruft hysterisch Loreley immer wieder.
Aber es Andrew, den ich als Erstes sehe, sein Schwert gezückt und mustert die Umgebung. »Alles in Ordnung?«
»Ja.«
Loreley kommt zum Vorschein. »Geht … es … Ihnen … gut?«, keucht sie.
»Ja es hat aufgehört, wir sollten eine Rast machen.«
»Aber warum?«, will Andrew wissen.
»Ich kann es dir nicht sagen, ich habe hier nur gestanden und hochgesehen.«
»Da stimmt etwas nicht, wir hätten nicht ohne Kai und die anderen aufbrechen sollen.«
»Die Elfen sind unterwegs«, sage ich.
»Sie haben befohlen, dass sie weiter ziehen sollen.«
»Denkst du wirklich, Kai lässt sich groß etwas befehlen?« Ich sehe zu ihm. »Er ist unterwegs, das spüre ich.«
»Wie?«, fragt immer noch nach Luft ringend Loreley.
»Weil er sich verändert hat«, antwortet Andrew. »Was komisch ist, da er sich nie offen bekannt hat.«
»Die Magie geht ihren Weg«, sage ich, »du hast dich auch verändert, bist erwachsen geworden, ohne etwas zu sagen.«
»Ich habe dich beschützt, das ist wohl offen genug!«
Ich hebe eine Augenbraue. Warum macht ihn das so wütend? »Dein Verstand, Andrew, das hat sich entschieden, mich zu beschützen. Dein Herz musste sich entscheiden.«
»Kasmir sagte«, meinte Loreley, »dass auch Sie sich entscheiden müssen für ihn.«

Hier geht weiter mit Maila.
Wollt ihr wissen, wie alles kam, dann könnt ihr es hier lesen.

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