Quinn 71

Tippi, Waage, Handschellen, Treppe hinunter, Leiter, nachdenken

Während des Fluges surft Jendrik um Netz. »Also im Stuttgart gibt ein paar gute Geschäfte für Ausrüstung.«
Ich nicke.
Er lacht auf. »Schau mal.«
Ich richte meinen Blick auf ihn und muss schmunzeln, ein Zelt, das aussieht wie ein Tippi.
»Das hier ist auch cool.« Er tippt auf einen anderen Reiter. Ein Zelt mit einer Leiter und Hängematten.
»Äh?«
»Was?«
»Das ist doch Mist, dir ist schon klar, dass wir das Kilometer weit schleppen müssen.«
»Es ist ja nur cool.«
»Jendrik, cool oder leicht zu handhaben, was wiegt wohl mehr?«
»Also auch nicht das mit der Treppe.«
Ich sehe ihn ungläubig an. »Wie bitte?«
Er prustet los. »Quinn dein Gesicht köstlich echt mal.«
»Hey zieh mich nicht auf, sonst über denke ich das mit dir und fessle dich mit Handschellen an einen Baum.«
Er zieht eine Schmolllippe. »Wirklich?«
»Ja«, sage ich fest.
»Ha! Du lächelst, du könntest mir das nie antun.«
Mist! Leider wahr. »Führe mich nicht in Versuchung.« Ich nehme ihm das Handy ab. »So und jetzt schau ich nach einem gescheiten Zelt.«
»Gemeinsam?«, will er wissen.
Fast hätte ich gesagt: ›wenn du ärger mit Levi willst‹, aber ihm bin ich egal, anscheinend. Ansonsten würde er jetzt nicht auf dem Schiff sein und hätte mir geglaubt.
»Hey, schau nicht so.«
»Es ist schwer, es tut weh.«
Er legt den Arm um mich. »Glaub mir, Quinn, er wird seinen Fehler sehr bald einsehen und dann habe ich lauter blaue Flecke, weil er mich jagt.«
Ich verneine es.
»Oh doch und ich habe recht, genauso wie dass er was von dir will und sich komisch benimmt.«
Sein Wort in Gottes Ohren. Trotz meines Unmuts flattert mein Herz und hofft, mal wieder.

Der nächste Teil von Quinn gibt es hier.
Wollt ihr es von Anfang lesen, dann startet hier

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