Quinn 72

Schloss, Kamera, Juwelenkette, Sonnenuntergang, Apfel, Schatzkiste

Als wir auf das Holz der Planke betreten, ist die Sonne schon untergegangen. Das Blitzlichtgewitter der Kamaras lässt mich die Hand vor meinen Augen heben. Jendrik schiebt mich weiter. »Steig ein.«
Ich vernehme das Surrgeräusch, der Zentralverriegelung aufschließen. Und schon sitze ich im Inneren der Limousine.
»Wohin?«, fragt eine dunkle Stimme.
»Quinn?«, will Jendrik wissen.
»Flughafen.«
»Sie haben es gehört«, sagt er und klingt dabei, als wenn er gleich weinen würde. Ich nehme mein Handy heraus und schaue, wie viel ich noch auf dem Konto habe. Dann suche ich mir einen Flug aus.
»Was machst du?«, will er wissen.
»Werde ich irgendwann mal normal leben können?«
»Gerade bist du ein Juwel, der aus einer Schatzkiste gefallen ist.« Er atmet tief durch. »Wenn du dich ruhig verhältst, wird irgendwann es nur noch ein Gerücht sein.«
Ich seufze. Klar habe ich nicht vor jetzt nackt durch die Straßen zu rennen, aber ich will Frieden. Mein Blick geht zu ihm. Er hat seine Lider geschlossen und sieht aus, als wenn er schlafen würde.
»Wundert dich es, dass ich traurig bin?«
»Nein, du sahst nur gerade so friedlich aus.«
»Bin ich aber nicht, so gesehen, verliere ich meine beste Freundin.« Er blickt zu mir. »So wie ich es vorher gesagt habe, er wird alles zerstören.«
Seufzend wende ich mich ab und bemerke nur im Vorbeihuschen die Apfelplantage.
»Quinn, du hast mir versprochen, dass er niemals zwischen uns steht.«
»Tut er nicht, wir sind Freunde, aber gerade muss ich einfach weg, verstehst du das nicht?«

Der nächste Teil von Quinn gibt es hier.
Wollt ihr es von Anfang lesen, dann startet hier

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: