Quinn 73

Begraben, Dieb, Fangen, vom Schrank holen, Baumklettern, Giftzeichen

Nach der Landung holen wir meinen Rucksack herunter und checken aus. Mit der S-Bahn fahren wir in die Stadtmitte und laufen zu dem Campingausstatter, den ich in einer Seitengasse gefunden habe. Doch dieser hat schon zu.
»Und jetzt?«, frage ich genervt.
»Auf einem Baumklettern?«
»HAHA.«
»Begraben?«
»Man, lass die doofen Witze.«
»Okay, du hörst es nicht gerne, aber da vorne ist eine Pension.«
Wie recht er hat, ich höre es nicht gerne.
»Wir mieten ein Zimmer und können in dem einen Lebensmittelladen, schon mal Trinken und so einkaufen. Vor allem Haare färben.«
»Ich komm mir wie ein Dieb auf der Flucht vor«, seufze ich.
»Ich fang dich«, sagt er grinsend.
»Okay, dann lass uns das Gilfzeug holen.«
»Sei nicht so grummelig, sonst bekommst du das gleich von mir auf die Wange gemalt.«
Schmunzelnd schüttel ich den Kopf und wir laufen wieder die Straßen Richtung Stadtmitte. An einem kleinen Bäcker, der gerade zu machen wollte, bekommen wir günstig, die letzten Brötchen. Im nett besorgen wir den Rest. Wasserflaschen und Glasflaschen zum Auffüllen. Ich stehe vor dem Regal mit den Haarfarben. »Was denkst du, welche soll ich nehmen?«
»Rot.«
Ich runzel die Stirn. »Nicht zu auffällig.«
»Gefällt mir aber.« Er streckt mir die Zunge raus. »Und ich werde blond.«
Wie Levi wohl mit blonden Haaren aussehen würde, bestimmt würde es ihn keinen Abbruch tun, ihn kann definitiv nichts verschandeln. Schnaubend und wütend über mich selber greife ich nach Dunkelbraun mit Rotstich.
In der Pension lege ich mich erstmal hin, und versuche an alles zu denken, nur nicht an den Mann, der heute Morgen noch meine Welt ins Wanken gebracht hat und jetzt Kilometer weit weg ist.

Der nächste Teil von Quinn gibt es hier.
Wollt ihr es von Anfang lesen, dann startet hier

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