Viktoria 69

Nikolas Vater richtet sich zur vollen Größe auf und ich denke mir schon, jetzt ist das Fass voll. Er jedoch atmet tief durch und reicht meinem Vater die Hand. »Lupo, der graue.«
Mein Vater sieht zu mir. Ich nicke leicht. Er steht ebenfalls auf. »Dolan der Blutrünstige.«
Die beiden Urvater unserer Rassen reichen sich tatsächlich die Hand. Doch das Zucken ihrer Lippen, das leichte Drohen, entging mir nicht.
Ich stöhne auf. »Ernsthaft?«
Nikolas schüttelt mit dem Kopf. »Wir haben es versucht.«
Meine Mutter stellt sich zwischen den beiden und gibt ihnen eine auf den Hinterkopf. »Seid ihr Babys oder seid ihr Männer, es geht nicht um euch, sondern unsere Kinder, benimmt euch und meint es ernst, ansonsten geht raus und schlagt euch, wenn ihr leben nicht wichtig ist!«
Meine Mutter, einfach köstlich.
»Ich töte euch beide, wenn ihnen etwas geschieht, wegen eurer Sturheit!« Zur Untermalung zieht sie, wie aus der Luft ihre Engelsschwerter und hält es beiden an die Kehle. »Ich hoffe, ich habe mich jetzt deutlich ausgesprochen!«
»Ja!«, knurren die beiden Männer.
»Sei froh, dass Ciara nicht da ist«, meint Nikolas Vater.
»Trifft eher auf dich zu, da ihr beide mit ihren Leben spielt. Wir sind Mütter, glaube mir, wir verkraften eher euren Tot, als den unserer Kinder!« Sie zieht die Schwerter zurück. »Ruf sie doch an, wenn du Lust darauf hast, ihr Klingen zu spüren.«
Er presst seine Lippen aufeinander und setzt sich wieder.
Nikolas lacht auf. »Wie geil.« Ich kann nicht anders und muss mit lachen. Es ist einfach zu witzig, wie schnell die beiden Urgewalten nachgeben haben.

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen

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