Viktoria 70

Lange müssen wir nicht darauf warten, dass die nächste Engelskriegerin herumschreit und auf unsere Väter losgeht. Ich habe mich gerade beruhigt, als Nicolas Mutter mit einem Werwolf in unserer Küche gestanden hat. »Ein Traumwandler«, verwirrt gesagt hat und Nikolas ihr schnell erzählt hat, wie sein Vater den Schwanz eingezogen hat. Sie hat zu meiner Mutter gesehen. »Ist das wahr, LUPO?«
»Was den?«
»Es geht um Nikolas«, hat sie geknurrt.
»Aber der …«
Weiter hat sie ihn nicht sprechen lassen und ist auf ihn losgegangen.
»Sie macht mir Angst«, flüstert mein Krieger mir zu, als sie ihre Messer wieder verschwinden lässt. Der Blick meiner Mutter sagt eindeutig: Siehst du.
»Da wir jetzt an einem Strang ziehen«, beginnt meine Mutter. »Was tun wir?«
»Sie müssen trainieren, alle vier.« Nikolas stimmt seiner Mutter zu. Ich bin mir nur nicht sicher, ob er wirklich der Meinung ist, oder einfach gerade Angst hat, so wie Liam, der auch nur nickt.
Sie sieht zu dem Werwolf, den sie mitgebracht hat. »Aber erst mal schützt du die beiden, ich habe nämlich keine Lust auf eine weitere Überraschung.«
Er nickt, stellt sich an den Tisch und schüttet seine Tasche aus. Mich wundert es, dass nichts kaputtgeht. Er sortiert Kräuter zu Kräutern, Phiolen zu Phiolen und den Rest. »Hand«, befiehlt er mir.
»So nicht.«
Sein Blick geht zu mir. »Ich brauche dein Blut.«
»Schon klar, aber ich bin nicht unter dir, also rede mit mir gleich gesinnt, oder gar nicht.«
Er sieht zu Nikolas Mutter.
»Sie hat recht.«

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen

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