Quinn 75

Baseball, Handy, Ei gebrochene schale, verwirrtes Gesicht, Lüftungsschacht, Eckpfeil

Gähnend sitze ich am Frühstückstisch, an schlafen ist nach dem Traum nicht mehr zu denken gewesen, es ging sogar so weit, dass ich meine Tasche ausgeleert habe und alles kontrolliert habe, ob ich etwas aus Versehen vielleicht mitgenommen habe.
»Morgen«, brummt Jendrik, er schaut genauso müde aus, wie ich mich fühle. Er legt sein Handy auf den Tisch. »Grüße von Kian.«
Ich nicke und Schlüfe an dem Kaffee.
»Mama fragt, ob wir was brauchen.«
Ich stelle die Tasse ab.
»Ich habe abgelehnt und gemeint, wir wollen es schaffen ohne.« Er klopft auf sein Ei. »Wir sollen uns auf jedenfalls melden, wenn etwas ist.«
»Du kannst gerne eine Kehrtwende machen.«
Er sieht mich verwirrt an. »Kehrtwende?«
»Na umdrehen zurück zu deiner Familie.«
»Ne, ich hab da echt Lust darauf.«
»Okay, aber ich habe dich gewarnt und dir die Chance gegeben.«
Er schmunzelt. »Ich folge dir.« Mit dem Löffel zeichnet er Kreise in die Luft. »Wie ein verrückter Pfeil.«
Ich schmunzel. »Danke.«
Er legt seine Hand auf meine. »Gerne und das weißt du auch.«
Ich atme tief durch. »Mir fehlt Levi.«
»Also, willst du zurück?«
»Nein.«
»Aber?«
»Keine Ahnung. Ich habe mich endlich Komplett gefühlt und dann …«
»Ich glaube, dass er dir auch traut, aber sich nicht, dass er sich verliert, dass er anders reagiert.«
Mein Blick geht zu dem Lüftungsschacht. »Es ändert nichts daran, wie es ist. Er …« Ich schüttele den Kopf. »Egal.«
»Weißt du, er ist wie eine Maschine, die darauf eingestellt ist den Basketball drei Mal zu dribbeln, bevor er ihn weiter gibt, jetzt kamst du, hast es ihm beim zweiten Mal schon weggenommen und das verkraftet er nicht. Aber ich denke, das wird er, wenn er merkt, wie toll du bist und was er angestellt hat.«

Der nächste Teil von Quinn gibt es hier.
Wollt ihr es von Anfang lesen, dann startet hier

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: