Sophie 4

Sophie schlief beim Lernen ein. Als sie aufwachte, strahlte die Sonne in ihr Zimmer. Es klopfte und sie hörte ihren Namen.
Sie streckte sich und seufzte, als sie bemerkt hatte, dass sie immer noch bei dem Blatt war, als Yvi aus dem Zimmer gegangen war.
Die Tür geht auf. »Warum antwortest du nicht?«, fragte etwas beleidigt ihre Mitbewohnerin.
»Bin grade erst wach geworden.«
»Frühstück ist fertig.«
Sie nickte und legte ihren Ordner beiseite. Schlaftrunken stand sie auf und wollte ins Bad. Gerade als sie die Klinke drücken wollte, ging sie auf und Finn war vor ihr.
»Guten Morgen«, sagte er leise.
Sophie drückte sich vorbei und schloss die Tür hinter sich. Nach einer kurzen Dusche und dem restlichen Morgenprogramm lief sie in die Küche. Zu ihrer Verwunderung saß nur ihre Mitbewohnerin am Tisch.
»Hat eine Wohnungsbesichtigung, falls du meinen Bruder suchst.«
»Nein.« Sie setzte sich und nahm sich ein frisches Brötchen. »Mich wundert nur, dass es so schnell geht.«
»Na ja Wohnungen ansehen ist recht schnell, sie zu bekommen und bezahlen zu können ist wieder eine andere Sache.«
Langsam nickte Sophie. Sie war froh gewesen, dieses Problem weitestgehen umgehen zu können, aber sie wusste, dass dies auch irgendwann mal auf sie zu kam. Bis jetzt hatte sie sich noch nicht die Gedanken gemacht, was sie nach ihrem Studium tat, blieb sie hier oder würde sie es hinaustreiben.

»Was hast du eigentlich gegen Finn?«, fragte Yvi.
Sophie atmete tief durch.
»Ich mein, ihr kennt euch kaum und …« Sie seufzte. »Ich will nicht, dass seinetwegen eine schlechte Stimmung hier ständig herrscht.«
Sie rieb sich die Stirn. Die Wahrheit wollte sie ihrer Mitbewohnerin nicht mitteilen. Es war etwas, was keinem etwas anging, sie wollte nicht wirken, wie eine nachtragende Zicke wirken, da Sophie klar war, dass Yvi sicherlich zu ihrem Bruder halten würde. »Alles gut«, meinte sie deswegen und schüttete sich Kaffee ein.
»Nein, ist es nicht, ich sehe es, wie du auf ihn reagierst. Guten Morgen ist bei dir Pflicht, egal wer dir entgegenkommt, aber bei ihm nicht ein Ton.«
»Ich brauche einfach Zeit, um mich daran zu gewöhnen.« Sie blickte zu Uhr. Eine Ausrede musste her, ihr war das Gespräch unangenehm. »Apropos Zeit, ich muss los.« Sie trank schnell die Tasse leer.
»Wie jetzt? Wohin musst du den?«
»Treffe mich mit Kommilitonen zum Lernen.«
»Äh …«
Mehr wollte Sophie nicht hören und lief in ihr Zimmer. Schnell griff sie zum Ordner und zog im Flur ihre Schuhe an.
»Wir wollten nachher einkaufen gehen«, sagte Yvi, die in den Flur trat.
»Ja, später, muss jetzt echt los.«
»Sophie …«, rief sie nun hinter ihr. Die Tür ging ins Schloss.
Nun stand sie vor der Tür, hatte gelogen, hunger und wusste nicht wohin. Dies war alles nur die Schuld von Finn. Warum mussten Männer solche Idioten sein?

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