Niki 17

Sicherlich habe ich Simon bemerkt auf der Bahn, aber ich habe ihn ignoriert, mich auf die Stute konzentriert. Ich habe nicht schon wieder wütend werden wollen. Viel zu lang ist es her, dass ich auf dem Rücken eines Pferdes sitzen darf, da will ich es mir wegen so einem absolut nicht kaputtmachen. Es ist das schönste Gefühl überhaupt.

Seufzend wende ich mich zu Mondgesicht zu, als er pfeift. Langsam reite ich auf ihn zu.

»Was?«

»Schüler kommen gleich, da du reiten kannst, glaube ich nicht, dass du das mitmachen willst.«

Da hat er leider recht. »Und jetzt?«

Er druckst herum. Wie ich so etwas hasse. Tief atmet er ein. »Also, ich würde gerne daran teilnehmen.«

Ich verdrehe die Augen. »Ist ja dein Pferd.« Schwungvoll steige ich ab. »Wann darf ich wieder?«

Mit großen Augen sieht er umher, als wenn er Hilfe benötigt. »Ähm, heute nicht mehr.«

»Schon klar, aber wann?«

»Ich gib dir morgen Bescheid, wann ich immer Stunden habe.«

Ich nicke und verlasse den Hof, gehe an der Weide vorbei und schlender weiter Richtung nach Hause. Dabei hole ich mein Handy heraus und rufe meinen Bruder an. Er geht nicht dran, daher schreibe ich ihm. »Ich darf REITEN!«

In der Ferne sehe ich den braunen Hannoveraner von vorhin. Wahnsinn, wenn er mich bemerkt hat, wird er bald wirklich denken, dass ich ihn stalke. Auf meinem Handy sehe ich nach, wie ich noch nach Hause komme. »Toll, wegen dem darf ich jetzt zwanzig Minuten länger latschen«, moser ich. Okay, es hat nicht nur den Vorteil, ihn nicht zu begegnen, sondern auch weniger Zeit zu Hause bei meiner nervigen Mutter.

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Wie es weitergeht, erfahrt ihr hier.
Wenn ich Simon lesen wollt, müsst ihr auf Instagram bei Beccy Charlaten vorbeischauen.

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