Maila 72

Am Morgen riecht die Wiese nach frischen Tau. Nur noch leicht glimmt, die Kohle der Feuerstelle. Ich richte mich auf. Die anderen vier schlafen noch. Selbst der Schattenelf scheint eher unsere Gegenwart zu bevorzugen.
Ein Schatten lenkt meine Aufmerksamkeit auf sich. Langsam erhebe ich mich. Plötzlich bewegt es sich schnell.
»Er versucht dir Angst zu machen«, höre ich gähnend von Kai.
»Du scheinst viel auf einmal zu wissen.«
»Nein, aber das würde ich versuchen.« Er streckt sich. »Ich weiß nur, das, was mir weiter getragen wurde, was ich erlebt habe und wie ich reagieren würde.«
»Ob ich dir das glauben kann«, meine ich.
»Wir werden es sehen.« Er streckt sich. »Ich werde etwas zum Essen holen. Ihr solltet hierbleiben und nicht versuche ihn zu kontaktieren.«
»Habe ich nicht vor.«
»Sie sind eine Frau Hoheit, ob Flosse oder nicht, ihr seid alle neugierig und sollt den dingen auf den Grund gehen.« Er zwinkert mir zu und geht davon.
Ich kann nur mit dem Kopf schütteln. Es ist ja nicht so, dass ich immer mit dem Kopf durch die Wasserdecke gehe. Ab und zu überlege ich auch.
Das größere Problem ist aber, dass ich keine Gefahr sehe und wenn dieser Damian mich wirklich kennt, würde er nicht so agieren. Es macht mich eher neugierig, als dass ich Angst habe.
Nichtsdestotrotz vertraue ich auf Kai und seinem Plan und werde sehen, wie es sie weiter entwickelt. Mehr kann ich im Grunde eh nicht machen, ich habe noch knapp sechs Tage Zeit, bis Uras auf das Lager trifft und wenn ich nicht da bin, erwartet wird er wie ein Seebeben werden, was ich nur schwer besänftigen kann.

Hier geht weiter mit Maila.
Wollt ihr wissen, wie alles kam, dann könnt ihr es hier lesen.

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