Viktoria 72

»Das kann ja heiter werden«, seufzt mein Vater.
»Was habt ihr gedacht?«, fragt die Stimme des Professors. Wie lange er wohl schon wach ist und lauscht? Langsam kommt er in die Küche. »Sie sollen angeblich alles vernichten.« Er ist auf meinen Vater so fixiert, dass er uns anderen fast nicht wahrnimmt, anders kann ich mir nicht erklären, dass er einen Schrei loslässt, als sich Angelo nur kurz bewegt.
»Na ja«, beginnt er dann auch, »im Grunde stimmt es ja auch.«
Ich schüttel den Kopf. »Im Grunde stimmt das null, ich würde nichts machen. Die Anderen haben uns einbezogen, sie haben mich angegriffen und die Engel haben mich zu dem gemacht, was ich gerade bin und verabscheue.«
»Dem schließ ich mich an«, sagt Nikolas. »Ich will einfach nur in Ruhe weiter leben. Ich habe diesen Krieg nicht gewollt. Obwohl ich sagen muss, dass dieses Bündnis, mir sehr gefällt.«
Ich runzel die Stirn und Liam knurrt.
»Nicht so, aber ich finde schon lange, dass dieses Abschlachten, fürn Arsch ist und wir Frieden haben sollten.«
»Wie auch immer«, sage ich. »Wir kennen die Legende, wir sind verkorkst und müssen kämpfen, aber das reicht nicht.« Ich sehe zum Professor. »Einfache Rechnung Professor, glauben sie uns und helfen, oder stehen sie uns im Weg und …«
Er schluckt laut. »Was und?«, quiekt er.
Nikolas beugt sich zu ihm. »Zeigen wir ihnen ihre Bestien!«
»Sei nicht so ein Depp«, brumme ich.
»Was stimmt doch, wir können uns nur auf eines konzentrieren.«
»Heißt aber nicht, dass wir zu seinen Geschichten werden.« Ich verschränke meine Arme. »Weder ich noch Liam, haben je einem Menschen getötet. Jes lebt und sie gibt es freiwillig.«

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen

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