Niki 18

Langsam schlendere ich den Weg weiter, wie mein Handy mich führt. Dabei denke ich an damals, wie ich mich immer in dem Wald versteckt habe, der bei meiner Oma ist. Nie habe ich da hinausgewollt, die Ruhe hat mir schon damals Kraft gegeben. Markus hat immer gelacht und gemeint: »Du wirst dir eine Hütte mal im Wald bauen und mit Pferden darin leben.«

»Wenn das nur ginge«, sage ich leise und trete einen Ast vor mir her.

»Links abbiegen«, kommt von meinem Handy.

Ich blicke in die Richtung. »Ich glaube, du hast dein Job verfehlt, da ist nichts als Acker.« Ich schließe die App und starte sie neu. Grimmig blicke ich auf das Display. »Willst du mich verarschen, den ganzen Weg umsonst gelaufen?«, brumme ich. »Wenn man sich auf die Technik verlässt, ist man verlassen.« Aufregen bringt ja nichts, also einfach weiter laufen.

Kurz danach ruft meine Mutter an, die ich wegdrücke, keine Lust, mit ihr zu reden.

Noch ein Schritt und ich bin aus der Natur. Ob ich es will oder nicht, ich muss nach Hause, ansonsten ruft sie gleich bei der Polizei an. Das wäre nicht das erste Mal. Ich starre den Asphalt an.

»Bist du nicht die neue«, höre ich, »diese Dominique?«

Na bravo, ist der Ruf erst ruiniert … seufzend blicke ich auf. »Ja.« An einer Haustür steht der Junge, den ich nach der Pause angestarrt habe.

»Was machst du hier?«

»Ich war Reiten.«

Er sieht zum Wald. »Hast du ein eigenes Pferd?«

»Nein, ich darf das von Mondgesicht reiten.«

Er runzelt die Stirn.

»Kia.«

»Cool, was hältst du davon, wenn ich dir morgen die Umgebung zeige. Mein Flavus mag Kia sehr gerne.«

Was geht hier gerade vor? »Äh, kann ich dir morgen sagen, wie meine Laune ist.«

»Geht klar, dann morgen in der Schule.«

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Wie es weitergeht, erfahrt ihr hier.
Wenn ich Simon lesen wollt, müsst ihr auf Instagram bei Beccy Charlaten vorbeischauen.

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