Stella 50

Ich starre den Krieger an. »Wie bitte?«
»Ich bin durch die Ebenen gewandert, egal wie sie waren, um euch zu finden.«
»Aber warum?« Mein Blick geht zu Buh und Bella, die ihn nur ansehen. Zumindest in diesem Moment scheint keine Gefahr von ihm auszugehen. Kian hingegen hält ihm immer noch die Pistole entgegen.
»Die Geister flüstern euren Namen, eure Aufgabe. Die zwei Seiten, die aufeinanderprallen. Ihr habt euch dazwischen gestellt, sie zerren an euch. Einige denken, ihr seid die Lösung, andere wieder denken, dass ihr den Tod mit euch bringt.«
»Und ihr?«, zischt Kian. »Was denkt ihr?«
»Wie sie sich entscheidet, so wird es geschehen.«
Ich stehe auf. »Seid ihr Verbündeter oder Feind?«
»Die schönsten Ebenen werden zu Wüsten. Grüne Ebenen werden zu Feurige. Ich habe viel verloren, um euch zu finden. Trage ich einen Groll in mir, ja. Aber mir ist klar, dass ein Menschlein, das alles nicht allein aufhalten kann.«
»Das ist keine Antwort«, knurrt Kian.
»Weder das eine noch das andere«, sagt er nun und erhebt sich. »Aber ich kenne die Konsequenzen, wenn sie scheitert.« Er spannt seine Flügel und zieht seine Waffe.
Buh steht auf.
Er dreht das Metall zu sich und reicht mir den Knauf mir. »Entweder ihr vertraut mir, oder bringt mich um.«
Buh niest.
»Vertrauen ist so eine Sache, man sollte sie sich verdienen.«
»Stella«, stöhnt Kian auf, als ich an ihm vorbeigehe.
Ich achte nicht auf ihn. »Ich habe eine Göttin im Nacken, die mich umbringen wollte oder immer noch will. Glaub mir, ob du oder sie, ist relativ egal. Aber hier geht es um mehr.«
»Darum bin ich hier.«
Ich reiche ihm die Hand. »Sei froh, dass Buh und Bella so ruhig sind.«
»Sei du froh, dass du mehr Freunde als Feinde hast«, sagt er als er unseren unausgesprochenen Pakt akzeptiert.

Nächster Teil von Stella: Hier
Hier startete ihr Abenteuer.

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