Thes 77

Dann geht irgendwie alles sehr schnell. Meine Wohnung habe ich gekündigt. Großteils haben wir geschaut, dass meine Sachen in Kartons zu packen, wenn wir herausbekommen haben, dass Thomas arbeiten ist. Keine Ahnung, woher es Jack weiß, aber es erleichtert mir mein Vorhaben.
»Schlechte Nachrichten«, sagt Jack, als ich gerade einen Karton in den LKW packe.
»Und was?«, frage ich schwer atmend.
»Thomas hat die nächsten Tage frei.«
Mein Blick geht zu Lisa. »Dann werde ich zu Mark fahren und deine Sachen holen.«
»Er wird es nicht freiwillig hinausgehen«, sagt sie zum gefühlt hundertsten Mal.
»Deine Eltern sind da und Jack begleitet mich.«
»Klar bin ich dabei.« Er legt den Arm um mich. »Wir werden ihm den Marsch blasen.«
»Könntest du bitte das Wort Blasen im Zusammenhang mit Mark unterlassen?«, grummelt Lisa.
Statt es zu bejahen, tut Jack so, als wenn er einen Penis im Mund hat. »Oh, Mark«, gibt er dann von sich.
Ich muss darüber lachen. Selbst wenn er Thomas mit ins Spiel bringt, kann ich das nur lustig finden. »Lass sie, komm, der Wagen muss voll werden, bis er fertig ist.«
»Spielverderberin«, grummelt er. Es bleibt eben nicht viel Zeit, von neun Uhr bis vierzehn Uhr, für Abbauen, Kartons Packen und die in den Transporter Packen. Wir beide gehen wieder in meine Wohnung.
»Sag mal Jack.«
»Ja?«
»Das gestern mit Aaron, es tut mir leid, dass ihr meinetwegen streitet.«
Er richtet sich auf und mustert mich. »Wie viel hast du gehört?«
»Dass es meine Entscheidung ist und du mich unterstützt. Was ich echt super von dir finde, aber ich mag nicht, dass du meinetwegen, mit ihm Streit hast.«
»Keine Angst, wir trennen uns nicht.«
»Hab ich aber, ich habe Lisa schon ins Verderben gerissen.«
»Das warst nicht du, Thes. Du hast sie davor schützen wollen. Muntert dich es etwas auf, dass ich weiß, dass es Thomas auch nicht besser geht als dir?«
»Nein. Ich … es tut weh, Jack. Ich habe mich trotz allem in ihn verliebt, ihm vertraut und darauf eingelassen.«
»Du hast dich hier für entschieden.«
»Ich weiß, aber trotzdem will nicht, dass er leidet, und ich finde es auch nicht gut.«
»Dann musst du zu ihm gehen.« Er nimmt meine Hand. »Thes, weißt du, warum Aaron und ich jetzt schon so lange zusammen sind?«
»Nein.«
»Weil wir uns lieben und auch wenn er manchmal etwas macht, was mir nicht passt. Ich ihn deswegen nicht weniger liebe. Ja, du kannst sagen, dass es etwas anderes bei euch ist. Aber er hat etwas getan, was noch nie einer deiner Freunde gemacht hat.«
»Und was?«
»Er steht absolut zu dir oder hat er nicht dich sofort dich als seine bezeichnet vor seinen Eltern?«
»Das macht aber nicht weniger, dass er mich schon wieder verletzten wollte.«
»Ich glaube ihm, wenn er sagt, dass er dies nur gesagt hat, wegen Mark und das nicht machen wollte.«

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