Maila 77

Loreley weint immer mehr und ich habe keine Ahnung, was ich sagen kann, um sie zu beruhigen. Im Grunde verstehe ich ihre Bedenken und Gedanken. Sie ist da gewesen, fast von Anfang an, sie steht mir treu zur Seite und doch bleibt sie ein Mensch. »Du bist mir wertvoll«, flüstere ich ihr zu.
Gefühlt Stunden benötigt sie, bis sie nicht mehr weint. »Jetzt benötige ich Heilkräuter«, schnieft sie.
»Das kann ich absolut verstehen.« Ich habe ihren Kopf. »Vergiss, dass nie bitte Loreley, du bist mir wichtig und auch Andrew.«
Sie nickt und steht auf. »Danke, aber nimmt mir das nicht übel, Hoheit, damit wird meine Zukunft auch nicht rosiger.«
»Unterhalte dich mit Alessia, wenn du wieder da bist.«
Nickend dreht sie sich weg und verlässt den Fluss.
»Was mach ich nur mit dir?«, frage ich mich selbst und lege mich in das fließende Wasser.
»Du kannst gar nichts tun«, höre ich Uras Stimme.
Erschrocken richte ich mich auf. »Was machst du hier?«
»Ich musste zurück und rate mal, wer nicht da gewesen ist!«
»Hör zu …«
»Nein, du hörst zu, wie oft muss ich dir sagen, dass ich an deine Seite gehöre …«
Ein tiefes Grollen weht über die Baumwipfel zu uns.
»Was war das?«, will ich wissen.
»Maila«, knurrt Uras und hält mich am Arm fest. »Ich bin deine Wache und mein Leben besteht darin, dich zu beschützen, nicht du mich!«
»Aber …«
»Nicht aber, verstehe es endlich.« Er lässt mich los. »Das Einzige, was ich dir zugutehalte, dass du nicht wieder alleine los bist.«
»Glaub mir, Andrew wird immer mehr zu dir.«
Meine Leibwache grinst mich nur an.

Hier geht weiter mit Maila.
Wollt ihr wissen, wie alles kam, dann könnt ihr es hier lesen.

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