Niki 24

Na tolle scheiße, Informationen, die ich gar nicht haben will, eigentlich wollte ich ihm nur sagen, dass er das bitte nicht an die große Glocke hängen soll.

»Er meint das nicht so«, sagt diese Frau, die ihn Sohn genannt hat.

Ich sehe zu ihr. Hat sie mich gemeint oder eher sich? Ich will mich abwenden, aber der Impuls ist stärker. »Warum sehen Eltern nie ein, wenn sie verdammte scheiße bauen?«

»Ich …«

»Ne nicht SIE, Simon hat das nicht verdient.«

»Du hast keine Ahnung, wie mein Mann ist.«

»Zum Unterschied zu einer Familie, in die man hineingeboren ist, kann man sich die Neue aussuchen. Ihre falsche Wahl ist nicht die Schuld von Simon.« Ich wende mich ab. »Und nur weil man sich von einem trennt, heißt das nicht, dass man für den anderen nicht da sein kann.«

»Aber er will es doch nicht, du hast es gesehen!«

Boah, wie dumm können Eltern eigentlich sein? »Ja jetzt und nicht da, wo es wichtig gewesen ist. Aber ihr stellt euch als allwissend dar und scheißt auf uns Kinder und unsere Gefühle. Wissen Sie was, es ist sein Recht sauer zu sein und Ihre Pflicht ist es für ihn da zu sein.« Ich geh aus dem Stall und atme tief durch. Mein Blick geht zum Wald, wo ich gerade noch das braune Pferd von Simon sehe. ›Wir haben es beide wohl nicht so leicht‹ geht mir durch den Kopf.

Felix steht am Zaun der Koppel. »Geht es dir besser?«

»Nein.«

»Na komm, ich bringe dich schweigend heim.«

Ich sehe zum Wald. Verdammt, ich hasse es, mir Sorgen zu machen.

»Verstehe.«

»Was verstehst du?«

»Ach nichts, wir sehen uns morgen«, sagt er und geht einfach.

Hä? Was ist da gerade passiert?

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Wie es weitergeht, erfahrt ihr hier.
Wenn ich Simon lesen wollt, müsst ihr auf Instagram bei Beccy Charlaten vorbeischauen.

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