Auch das noch

Klappentext:

Nicht jedem ist das Glück in die Wiege gelegt worden, manch einer hat hart um sein persönliches Glück kämpfen müssen. Unsere Autorinnen und Autoren erzählen – oft sehr persönlich – über sich und ihr Glück und über viele kleine und große Glücksmomente. So wie Nanja Holland: 

„Die wertvollsten Momente in meinem Leben sind die kleinen Augenblicke des Glücks: Am Morgen, wenn ich bei einer Tasse auf der Terrasse sitze, in meinen Wildgarten blicke, dort langsam das Leben erwacht und ich dem Summen und Brummen der Insekten lauschen kann. Dann, wenn alle um mich herum noch schlafen. Es ist die Fahrt mit dem Motorrad an der Seite meines Mannes in den aufgehenden Morgen hinein. In solchen Momenten kann ich all meine Sorgen vergessen und bin tief in mir glücklich …“

Ersten Zeilen meines Textes

erschlafen geht mein Blick auf dem Wecker. Die Zahlen sind verschwommen und ich brauche etwas, bis ich realisiere, wie viel Uhr es ist.
„Scheiße“, fluche ich laut, „verschlafen!“ Schnell springe ich auf und
greife nach meiner Kleidung. Katzenwäsche muss heute reichen. Eiligst
nehme ich auf dem Weg in die Tiefgarage immer zwei Stufen auf einmal.
Im Auto greife ich zu den Kaugummis. Kein wirklicher Ersatz zum Zähneputzen, aber dafür ist keine Zeit mehr.
Als ich den Motor aufheulen lasse, hätte ich eigentlich schon im Büro
sein und die Papiere für das Meeting vorbereiten sollen. Während ich den
Wagen zum Ausgang manövriere, lege ich das Handy in die Freisprecheinrichtung.
„Rubina anrufen“, rufe ich aus, als der Ton erklingt, dass ich das Gerät
benutzen kann. Kurz darauf höre ich schon das Tuten.
„Sonja, wo bleibst du?“
„Verschlafen“, stöhne ich auf. „Darum ruf ich an. Auf meinem Tisch
liegen Teil drei und vier der Mappen von Klaus. Eins und zwei sind im
Regal im Komfi.“
„Okay, und die beiden letzten?“
„Musst du von Oliver holen.“

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