Serenade

Urban Fantasy

Klappentext:
Urban Fantasy, eines der spannendsten Genres der phantastischen Literatur, bietet den Raum für die literarische Verarbeitung dessen, was uns als Gesellschaft umtreibt. Das urbane Setting, in dem magische Wesen oft unerkannt unter Menschen leben und wirken, ist ideal, um auf die verschiedenen Diskriminierungsformen in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen: Rassismus, Sexismus, Ableismus, Antisemitismus und weitere Arten der Menschenfeindlichkeit gehören nicht nur in Deutschland zur Alltagswirklichkeit. Auch der privilegierten Öffentlichkeit ist das inzwischen bekannt. Doch die wenigsten haben bisher etwas von Intersektionalität gehört. Dieser Begriff drückt aus, dass eine Person nicht nur von einer, sondern von mehreren Diskriminierungsformen betroffen ist. Schon eine einzelne Unterdrückungsform macht es für Menschen fast unmöglich, als gleichwertig respektiert zu werden, sich in den Medien repräsentiert zu sehen und gehört zu werden – und je mehr Unterdrückungsformen auf einer Person lasten, desto unmöglicher wird es. In der deutschsprachigen Fantasy sind intersektionale Charaktere bisher leider rar gesät. Daher räumen wir in Urban Fantasy: Going Intersectional! den Geschichten einen Platz ein, die Intersektionalität im Fokus haben, wie die der asexuellen Vampirin, der chronisch kranken lesbischen Hexe, der muslimischen Superheldin, der übergewichtigen Sirene oder der transsexuellen Elfenprinzessin. Die Anthologie enthält neben einem ausführlichen Vorwort der beiden Herausgeber*innen 21 bisher unveröffentlichte Kurzgeschichten.

Ersten Zeilen meines Textes:

Im Allgäu zu leben ist schon eine Herausforderung. Berge, Kühe und kilometerweit nichts als Einöde. Dort aber zu bestehen als eine übergewichtige Sirene, ist dann natürlich noch unnützer. Wie will man denn bezirzen, wenn man jemanden trifft, der alt oder miefig ist? Zumal es hier einen Zusammenhalt gibt, den ich von nirgendwo anders her kannte, und es daher auffallen würde, wenn mir einer aus dem Dorf seine Lebensenergie schenkt. In die nahegelegene Stadt zu fahren und dort die Lebensgeister aufzufrischen, ist allerdings auch ungünstig. Zu schnell hat man dort die Polizei am Hals. Aber warum hat es mich dann hierher verschlagen und nicht in eine Großstadt, wo jeder sich selbst überlassen ist?
Nun ja, das ist meine Geschichte, die ich euch erzählen will.

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